Was macht Eiche Dielen geölt so faszinierend?

 

Eichenholz ist schwer und hart. Der Farbton ist nach der Ernte zunächst hellbraun, ändert sich aber meist mit dem Trocknungsprozess nach dunkelbraun. Das Holz der aus Amerika stammenden Roteiche ist dagegen leicht rötlich. Diese Holz- und Farbeigenschaften machen das Eichenholz zu einem der wertvollsten Nutzhölzer. Eiche Dielen geölt sind bei richtiger Pflege nahezu unverwüstbar. Anders als bei Fichten- und Kiefernbohlen ist das Holz der Eiche Dielen (geölt), die wir verlegen lassen, weit vor unserer Geburt aus einem Eichensämling herangewachsen. Eiche Dielen geölt strahlen diese Kontinuität des Lebens und Solidität aus und vermitteln ein warmes Wohnklima. Man spürt besser als bei anderen Holzarten, dass das Holz der Eiche Dielen, geölt über die man geht, schon uralt ist, aber, oder gerade deswegen, nichts von seiner Zeiten verbindenden Faszination verloren hat.

Von welchem Baum stammt das Holz?

Ausgewachsene Eichen sind imposante Baumgestalten, die aufgrund ihrer bizarren, knorrigen Struktur und facettenreichen Borke in vielen Märchen und Sagen verewigt wurden. Eichen sind das Sinnbild für Kontinuität und Kraft. Wer heute Eichen pflanzt, wird die Holzernte dieser Bäume nicht mehr erleben, denn schlagreif sind heute die Bäume, die in Mitteleuropa um etwa 1750 gesetzt wurden. Seitdem sind 250 Jahre vergangen, nur, denn Eichen erreichen ein Höchstalter von 2000 Jahren.

Nachhaltigkeit von Eiche Dielen geölt

Aufgrund der langen Umtriebszeiten von Jahrhunderten, können Eichen alle Altersstadien vom Jungbaum bis hin zu den knorrigen, alten Baumgestalten durchlaufen. Dicke Borke und Asthöhlen geben einer Vielzahl von Tieren über Jahrzehnte Unterschlupf, bevor ausgewählte Einzelbäume schließlich mit der Motorsäge geerntet werden und zum Möbelbau oder Eiche Dielen verarbeitet werden. Eichenholz hat vor der Ernte also nachhaltig für das Gleichgewicht in der Natur sorgen können und auch nach der Ernte, verarbeitet zu Eiche Dielen, wirkt diese Nachhaltigkeit weiter, denn Eiche Dielen sind durch ihre Härte ein Garant für jahrzehntelange Nutzungsdauer.

Gerbsäuere und tierische Schädlinge – eine Gefahr für geölte Eiche Dielen?

Eiche Dielen geölt enthalten eine hohe Konzentration an Gerbsäuren (Tannine) und sind aus diesem Grunde gut geschützt vor Schädlingen. So ist das Kernholz der Eiche, also das Holz aus der Mitte des Baumes, pilzresistent. Trotzdem kommt es vor, dass vor allem der Splintholzkäfer Dielen befällt und dort seine Fraßspuren hinterlässt. Leider kann man keine Holzschutzmittel zur Abwehr verwenden, da die Eichenporen in den Dielen in der Regel durch Wucherungen, die sogenannten Thyllen verstopft sind. Diese Verthyllung verhindert eine Tränkbarkeit mit Holzschutzmitteln nahezu vollständig.

Wenn man alte Truhen oder Tische mit eisernen Füßen auf den gerbstoffreichen Dielen stellt,
bilden sich an den Berührungsstellen zwischen Eisen und Eiche Dielen schwarze Flecken aus der Reaktion zwischen Gerbsäuere und Eisen, die sich nur schwer oder gar nicht entfernen lassen. Es ist deshalb wichtig, zwischen Eisen und Eiche Dielen ein Polster zu platzieren, um derartige wertmindernde Reaktionsflecken gar nicht erst entstehen zu lassen.